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Ich will also tue ich… Der Bildhauer Bernd Uiberall hat seinem Leben am 1. Juni ein Ende gesetzt. Im November waere er sechzig geworden. Bernd Uiberall hinterlässt durch seinen Weggang eine Lücke, die nicht zu füllen ist. Die deutsche Kunstszene verliert einen Bildhauer, der nach dem Studium an der staatlichen Kunstschule in Bremen und als Meisterschüler von Prof. Gerhard Schreiter Skulpturen schuf, die elementare und scheinbar unveränderbare Ereignisse ebenso grundlegend wie beständig manifestieren. Natur und Kunst – oftmals als Gegensatz empfunden – verschmelzen in der Gestaltung einer "Scheinarchitektur" aus der Urwüchsigkeit eines Steines. Treppen ein häufiges Motiv des Künstlers – leiten den Betrachter nicht nur in der räumlichen Auseinandersetzung mit der Skulptur, sondern führen zu einer Transzendenz, die ihre Geschichte aus der Mythologie, der Religion und der Philosophie entlehnt. Wellenkreise in Stein fixieren den Ursprung einer Kettenreaktion, den übertragenen Ursprung des Seins an sich. "Dädalus", "Ikarus", "Paris und die drei Grazien" abstrahieren in der Umsetzung von Bernd Uiberall die mythologische Erzählung auf das Wesentliche. Bernd Uiberall ist 1943 in Bassum bei Bremen geboren und am 1. Juni 2003 in seinem Atelier auf Mallorca gestorben. Als letzte Ruhestätte hat sich Bernd Uiberall schon 1998 eine monumentale treppenförmige Skulptur aus 800 Sandsteinen (8m x 8m x 0,8m) geschaffen, auf dem Grundstück seiner letzten Wirkungsstätte, seinem Atelier in der Nähe von Artá auf Mallorca. Von dort hat man einen herrlichen Blick bis zum Meer über fast unberührte mallorquinische Landschaft mit Feigen- und Olivenbäumen soweit das Auge reicht. Letzte Arbeiten hat er noch fertig gestellt, neue nicht mehr begonnen. Der Kunsthistoriker Horst Keller sagte: "…wie leicht hat es nicht der Künstler, die Welt zu verlassen, sein werk überdauert ihn, richtet sich selbstherrlich auf, vergisst seinen Schöpfer und geht die eigene vorgeschriebene Bahn. Diese Bahn, die wir das Zeugnis der Kunst nennen". Wir trauern über diesen Verlust. Bernd Uiberall hat uns sein umfangreiches Werk aus vier Jahrzehnten seit Beginn seines künstlerischen Schaffens hinterlassen. Es ist nun der letzte Wille des Künstlers seinen gesamten künstlerischen Nachlass in der "Bernd UiberallStiftung" zusammenzufassen. Sie soll in gemeinnütziger Weise den öffentlichen Zugang zum künstlerischen Gesamtwerk Bernd Uiberall´s sichern und fördern. Statt Blumen oder Kränze erbitten wir Spenden für die Bernd Uiberall-Stiftung auf das zu diesem Zweck eingerichtete Konto, im Namen des Testamentvollstreckers: Thomas Flege Nr. 11 09 02 30 bei der Sparkasse Bremen, BLZ 290 501 01. Spendenbescheinigungen können nach Genehmigung der Stiftung durch den Bremer Senat ausgestellt werden. Artá Im Juni 2003
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